Die Traummacherin

Du sagst das Leben hätte keinen Sinn,
wenn’s gält zu leben ohne ihn,
Du sagst, die Welt, die wär verloren,
wäre er darin noch nicht geboren,
aus all den Möglichen
hast Du ihn auserchoren.

Du sagst Du hätt'st ihn im Traum kreiert,
hätt'st seinen Augen Glanz gegeben,
für Dich hätt' er alles riskiert,
sein Hab und Gut, mitsamt seinem Leben.

Du schwörst Du bleibst ihm ewig treu,
die Liebe zu ihm sei so groß,
die Gefühle, die bleiben ewig neu,
denn ohne ihn, was machst Du bloß?

Wo sind die Schwüre denn nun hin?
Wolltest Du ihn nicht ewig lieben?
Dass kein anderer in Deinem Sinn,
wo sind die Schwüre nun verblieben?

Was hat ein Wort für einen Wert,
wenn man es sagt, weil es gefällt,
was hat das Wort für einen Wert,
wenn man sich nicht daran hält?

Wo bleibt die Liebe, die schönen Stunden?
Hast Du sie schon so schnell verdrängt?
Hast Du denn nichts dabei empfunden?
Hast Du sie schon weiterverschenkt?
Die Liebe war für Dich bestimmt,
Wirst Du je ahnen, wie sehr’s ihn kränkt?

Wirst Du je wissen, wie’s ihm geht?
Ob er nicht an einem Abhang steht?
Ob er nicht schon längst verstorben?
Ob er nicht um’s Sterben fleht?

Und wo fängt neue Liebe an?
Wo hört alte auf?
Wer gibt das Etikett
Auf die Liebe drauf?

Wo sind die Zeilen, die Du schriebst?
Sie haben euch doch vereint?
Dass Du nur ihn und keinen anderen liebst,
waren sie nie so gemeint?

Du wirst nie, niemals verstehen,
was Du angerichtet hast,
dass andere Menschen Träume sehen,
die Du geheim verbrachst.

26.1.10 23:21

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


blorg / Website (26.1.10 23:30)
dem Gedicht fehlt noch ein wenig schliff
was die Metrik betrifft, weil man sonst so oft
beim Lesen stolpert, aber ansonsten sehr schön ^~

greetz


Kerstin / Website (1.5.10 18:17)
Wunderschön einfach wunderschön mein Schatz!
Wenn ich solch einen Text von dir lese gibt mir das die Kraft um immer wieder aufzustehen ♥

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