Gebrochen

So wagemutig wie ein Blatt,
habe ich mich fallen lassen ,
und mich von meinem Ast getrennt.

So fürsorglich wie der Wind,
hat mich Deine Liebe getragen,
hinauf in Höhen,
in denen ich kaum noch atmen konnte.

So unerwartet wie der Regen,
hat jeder Tropfen Deiner Trauer mich getroffen,
mich erschüttert, mich geneigt.

So unschuldig wie der Schnee,
hat jede Flocke Deines Verdrängens mich bedeckt,
versteckt, immer tiefer eingegraben,
letztendlich unter einem Schneeberg.

So diktatorisch wie der Frost,
hat mich jede Kältewelle Deines Hasses zum Erstarren gebracht,
mich erblassen lassen, mich gelähmt, mir keine Wahl gelassen.

So versöhnend wie die Sonne,
hat mich jeder Strahl Deiner Reue erwärmt,
aufgetaut,

gebrochen.

19.1.10 23:44

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen